Fakten über die gesellschaftliche Integration in Lettland

19.03.2015. 12:16

Die Gesellschaft Lettlands ist modern, tolerant, offen, gleichberechtigt und wurzelt in einer Jahrhunderte alten Sprachen - und Kulturtraditionen. Menschen verschiedener Herkunft, mit unterschiedlichen religiösen Ansichten und sexueller Orientierung nennen Lettland ihr Zuhause.

  • In der Verfassung (Satversme) der Republik Lettland werden die Grundrechte garantiert und jegliche Diskriminierung verboten.
  • Lettland hat ein unikales Bildungssystem: es gibt vom Staat finanzierte Schulbildungsprogramme für nationale Minderheiten in sieben Unterrichtssprachen (Weißrussisch, Estnisch, Iwrith, Litauisch, Polnisch, Russisch und Ukrainisch), mindestens 60 % des Lehrinhalts wird auf Lettisch oder bilingual unterrichtet.
  • Laut den Ergebnissen des Eurobarometers 2012 beherrschen die Einwohner Lettlands mehrere Fremdsprachen: 95 % – mindestens eine, 54 % – zwei, 13 % – drei; diese Zahlen übertreffen die Durchschnittszahlen der Europäischen Union bei Weitem.
  • Mehr als 94 % der Angehörigen ethnischer Minderheiten können sich in der lettischen Sprache verständigen (aus der Studie „Zugehörigkeit zu Lettland”).
  • Ungefähr ein Drittel der Ehen werden zwischen Partnerinnen und Partnern unterschiedlicher Nationalität geschlossen.
  • Die Einwohner der russischer Abstammung Lettlands fühlen sich weniger diskriminiert als die Russischstämmigen in den anderen EU Ländern – nur 5 % in Lettland im Vergleich zu 27 % in einigen anderen EU Staaten (Agentur der Europäischen Union für Grundrechte „Untersuchung der Diskriminierung der nationalen Minderheiten in EU”, 2009).
  • 52 % der Befragten in Lettland haben bestätigt, dass eine Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft in Lettland äußerst selten sei – (EU Durchschnitt 37 %). 16 % der Befragten empfinden überhaupt keine Diskriminierung (in der EU durchschnittlich nur 2 %), (Ergebnisse Eurobarometer, 2012).
  • Viele Mitbürger russischer Abstammung sind hohe politische Amtsträger, im Parlament (Saeima) der Republik Lettlandgibt es viele Abgeordnete mit Muttersprache Litauisch, Arabisch, Russisch oder Ukrainisch.
  • Im Auswärtigen Dienst Lettlands sind neben Letten auch Diplomaten russischer, armenischer, usbekischer u. a. Herkunft tätig.
  • Seit der Wiederherstellung der Unabhängigkeit im Jahr 1991 hat es in Lettland keine rassistisch motivierten Morde oder ernsthaften Vorfälle gegeben.
  • Antisemitismus wird von der jüdischen Bevölkerung in Lettland kaum als Problem empfunden (Untersuchung der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte „Diskriminierung und Hasskriminalität gegenüber Juden in den EU-Mitgliedstaaten“, 2013).
  • In Lettland geborene Kinder von Staatenlosen oder Nicht-Staatsbürgern erhalten automatisch die Staatsbürgerschaft. 96 % der Kinder in Lettland sind lettische Staatsbürger.
  • Die Bemühungen um die Staatsbürgerschaft werden geschätzt und unterstützt. Das einfache Einbürgerungsverfahren entspricht allen europäischen Standards. 62 % der Einwohner russischer Abstammung sind bereits Staatsbürger Lettlands (und 84 % aller Einwohner Lettlands haben lettische Staatsangehörigkeit).
  • Lettland hat den größten Frauenanteil (mehr als 40 %) in mittleren und gehobenen Managementpositionen innerhalb der EU-Mittgliedstaaten („Internationaler Bericht über Unternehmertätigkeit”, 2014); weltweit liegt Lettland sogar auf Position 7 (Untersuchung der Internationalen Arbeitsorganisation „Frauen in Business und Management”, 2015).
  • Unter den Studierenden in Bachelor-, Master- oder Doktorandenprogrammen in Lettland sind mehrheitlich Frauen (Untersuchung des UNESCO-Instituts für Statistik „Frauen in der Wissenschaft”).
  • Auf der Weltrangliste für Geschlechtergleichberechtigung befand sich Lettland in den letzten Jahren stets unter den ersten fünfzehn (Alljährliche Forschung des Weltwirtschaftsforums „Globaler Bericht zur Chancengleichheit der Geschlechter“, 2014).