Diskussion über Riga - Kulturhauptstadt Europas in der Komischen Oper Berlin

02.12.2014. 19:09

Am 19. Dezember fand in den Räumen der Komischen Oper Berlin der Kulturhauptstadt Europas 2014 – Riga gewidmete Podiumsdiskussion Riga – Kulturmetropole Europas gestern, heute, morgen statt. An der Diskussion nahm der Präsident der Akademie der Wissenschaften Herr Prof. Ojārs Spārītis, Kunsthistorikerin und Kuratorin Frau Helēna Demakova und Vertreter der Vereinigung Riga2014 Herr Gints Grūbe teil. Die Diskussion wurde moderiert von dem Experten in kulturhistorischen Fragen des Baltikums Herrn Dr. Andreas Fülberth.

In der Diskussion wurde Riga als eine Stadt des Zusammenspiels der verschiedensten Kulturströmungen und historischen Wendungen gezeichnet, als eine Art Phänomen, dem die programmatischen thematischen Linien der Kulturhauptstadt gewidmet sind. Kann das Kulturerbe der fremden Mächte in das Programm der Kulturhauptstadt aufgenommen werden? Wie kann das Phänomen erklärt werden, dass das kleine Lettland, in dem nur ca. 2 Millionen Menschen leben, dem europäischen Kultur- und Wissenschaftsraum ein so reichhaltiges Erbe beschert? Hat die Wissenschaft eine Nationalität? Auf all diese Fragen haben die Diskussionsteilnehmer versucht Antworten zu finden. „Wenn ein Teil amputiert wird, ist das Bild nicht mehr vollständig”, so beschrieb die Kunsthistorikerin Helena Demakova den historisch einschließenden Charakter des Programms von 2014.

Eines der bedeutendsten Beiträge für die Theaterbühne Europas ist der Regisseur und künstlerischer Leiter des Neuen Rigaer Theaters Alvis Hermanis, dessen Aufführungen regelmäßig auf deutschen Bühnen zu sehen sind.

Nach der Diskussion hatten die Besucher die Möglichkeit, die Aufführung des Regisseurs Alvis Hermanis Cossi fan tutte in der Komischen Oper zu erleben.

Die Veranstaltung wurde veranstaltet in Kooperation mit der Komischen Oper Berlin, die im Jahr 2013 als Operhaus des Jahres gekürt wurde.