Die Botschafterin Elita Kuzma überreicht dem Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland Herrn Dr. Joachim Gauck ihr Beglaubigungsschreiben

02.12.2014. 19:09

Am 6. September überreichte die außerordentliche und bevollmächtigte Botschafterin der  Republik Lettland in der Bundesrepublik Deutschland ihr Beglaubigungsschreiben dem Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland Herrn Dr. Joachim Gauck.

In dem gemeinsamen Treffen haben beide Seiten in einer offenen und herzlichen Atmosphäre aktuelle bilaterale Angelegenheiten erörtert: der erste Staatsbesuch des Bundespräsidenten war vom 6. bis 8. Juli in Lettland, dies war die höchste Bestätigung des engen und erfolgreichen Dialogs der letzten Jahre zwischen Deutschland und Lettland. In Bezug auf den gelungenen Besuch, gab der Bundespräsident Dr. Joachim Gauck die besten Grüße an den lettischen Präsidenten Andris Bērziņš weiter.

Im Hinblick auf die Zukunft, wird die Hauptpriorität für Lettland als Mitgliedsstaat der Europäischen Union und des Euroraumes, die Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft sein, in deren Rahmen der Hauptfokus auf die Hebung der Wettbewerbsfähigkeit in den Ländern des Euroraumes sowie in der ganzen EU liegen sollte. Die deutsche Unterstützung im Bereich der dualen Ausbildung, als auch das Stipendium des Bundespräsidenten für Beschäftigte in der Staatsverwaltung könnten in diesem Zusammenhang als ausgezeichnete Mittel genutzt werden. Zusammen mit den in Lettland durchgeführten Reformen, dem rapiden Wirtschaftswachstum und der Einführung der gemeinsamen europäischen Währung, könnten diese Mittel auch die bilaterale wirtschaftliche Zusammenarbeit und gegenseitige Investitionen fördern.

Zudem betrachtet Lettland es als unerlässlich, die Reformerfahrung mit den Staaten der Ostpartnerschaft zu teilen. Wärend der EU˗Ratspräsidentschaft wird Lettlands Fokus auf der Stärkung der Zusammenarbeit mit Zentralasien liegen, um das Zusammenarbeitspotenzial zwischen der EU und Zentralsien zu fördern. Der Bundespräsident Dr. Joachim Gauck rechnet Lettland die sogar in Kriesenzeiten geleisteten Zusammenarbeitsförderungen bei den östlichen Nachbarn hoch an.

Die nächsten Jahre sind für Lettland auch im Bereich der öffentlichen Diplomatie bedeutsam: die thematischen Züge des Programms von Riga als Kulturhauptstadt Europas bilden eine Brücke zu dem Kulturprogramm der EU-Ratspräsidentschaft Lettlands, was eine einmalige Chance darstellt, das lettische Verständnis von den gemeinsamen europäischen Werten nach Deutschland zu bringen.

Die Botschafterin bestätigte die ausgezeichneten Beziehungen zwischen Deutschland und Lettland und überreichte eine Silbermünze mit dem Abbild des lettischen Trachtenmädchens – das Symbol für Freiheit, Unabhängigkeit und Wohlergehen Lettlands. In dieser Zeit, in der Lettland den Euro als gemeinsame europäische Währung einführt, haben diese Werte eine wiederkehrende Bedeutung.